Was wurde aus Team Africa?
Darum geht es
Sommer 2015: Die „Flüchtlingswelle“ und Merkels „Wir schaffen das!“. In diesen Monaten bildet sich in der badischen Provinz eine Fußballmannschaft aus Neuankömmlingen, die meisten sind aus Gambia nach Deutschland eingewandert. Ihr Name: Team Africa. Zwei Jahre lang traten die Spieler gegen südbadische Amateurmannschaften an. Begleitet wurden sie von Fernsehkameras und Zeitungsreportern, die sie als Musterbeispiel gelungener Integration bejubelten. Fast wären sie sogar Meister geworden. Dann verloren sich ihre Spuren. Was ist aus den jungen Männern geworden, die voller Zuversicht nach Deutschland kamen? Wie haben es die einen geschafft, hier Fuß zu fassen? Und woran sind die anderen gescheitert? Zehn Jahre später habe ich mich mit Fotografin Lena Giovanazzi für GEO auf die Suche nach ihnen gemacht. Sie führte, natürlich, zurück nach Müllheim, in die Schweiz – und nach Gambia.
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Autor/en
Joshua Kocher, Jahrgang 1995, studierte in Freiburg Geschichte, fuhr aber lieber als Lokalreporter durch seine Heimat, den Kaiserstuhl. Bei der Badischen Zeitung volontierte er und arbeitete als Redakteur, ehe er die Reportageschule in Reutlingen besuchte. Dort begeisterte er sich für tiefe Recherchen und packende Erzählungen. Nach einer Hospitation beim Süddeutsche Zeitung Magazin arbeitet er nun in Freiburg als freier Reporter für Magazine, Zeitungen und Podcasts, darunter GEO, brandeins, SZ- und ZEITmagazin.
Fotocredit: Sophia Aigner