Die große Bedroh(n)ung


Darum geht es


Die große Bedroh(n)ung – Steckt wirklich Russland dahinter?

Mehr als 2.000 gemeldete Drohnenvorfälle im Jahr 2025 versetzen Deutschland in Unruhe. Flughäfen werden zeitweise geschlossen, Kasernen melden verdächtige Überflüge, Sicherheitsbehörden ermitteln. Doch trotz des Ausmaßes fehlen belastbare Beweise: kaum verwertbare Bilder, keine gesicherten Radardaten, keine abgefangenen Drohnen. Die Verunsicherung wächst – ebenso wie ein Verdacht, der früh die politische Debatte prägt.

„Die große Bedroh(n)ung“ ist ein investigatives Daten- und Rechercheprojekt der Axel Springer Academy in Kooperation mit BILD, WELT und den Global Reporters. Ziel ist es, erstmals ein vollständiges, faktenbasiertes Lagebild aller bekannten Drohnenvorfälle in Deutschland im Jahr 2025 zu erstellen – jenseits von Einzelmeldungen, Spekulationen und politischem Druck.

Das Reporterteam hat über Wochen sämtliche öffentlich bekannten Vorfälle gesammelt, verifiziert und ausgewertet. Ergänzt wurde die Recherche durch interne Sicherheitsdokumente sowie Gespräche mit Sicherheitsbehörden, Experten und Augenzeugen. Die Analyse zeigt klare Muster: wiederkehrende Überflugzeiten, regionale Schwerpunkte und eine auffällige Konzentration auf militärische Einrichtungen und kritische Infrastruktur. Der entscheidende Moment der Recherche liegt jenseits des Luftraums.

Erst der Abgleich mit Schiffsbewegungen in Nord- und Ostsee verändert den Blick auf die Vorfälle grundlegend. Frachter mit Verbindungen nach Russland tauchen auffällig oft genau in jenen Zeiträumen und Regionen auf, in denen Drohnen über deutschen Küsten gemeldet werden. Aus einer Vielzahl ungeklärter Einzelereignisse entsteht so eine nachvollziehbare Indizienkette.

„Die große Bedroh(n)ung“ verbindet investigative Recherche mit Datenjournalismus und visuellem Storytelling. Interaktive Karten, Heatmaps, Videos und Experteninterviews machen die Recherche transparent und überprüfbar. Das Ergebnis ist das erste umfassende Bild aller Drohnenvorfälle in Deutschland 2025 – und eine Recherche, die international in mehr als zehn Ländern, auch außerhalb Europas, aufgegriffen wurde und zur politischen wie wirtschaftlichen Sicherheitsdebatte beigetragen hat.


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Autor/en



Michèle Borcherding

Aufgewachsen zwischen Deutschland und Bulgarien, habe ich, Michèle Borcherding (28), in Berlin Rechtswissenschaften und in Berlin sowie Seoul Ostasienwissenschaften studiert. Ich schrieb für Korea.net an den Schnittstellen zwischen Kultur, Medien und Diplomatie, sprach beim Kim Dae-jung Peace Forum als junge Stimme zu alten Systemen und begleitete das deutsch-koreanische Netzwerk redaktionell auf Social Media. In Berlin arbeitete ich in der Community-Redaktion des „Tagesspiegel“ und veröffentlichte im Berliner Anwaltsblatt zu Sprache und Recht. Seit 2025 bin ich Volontärin an der Axel Springer Academy und schreibe für BILD Investigativ. Mich interessieren gesellschaftliche Spannungen, politische Entwicklungen, investigative Recherchen und das, was Menschen bewegt – vor allem die Geschichten dahinter.

Fotocredit: Niels Starnick

Luca-Marie Hoffmann

Ich bin Luca, 23, und so besonders wie mein (für viele überraschend männlicher) Vorname war auch mein Weg: raus aus Berlin, rein in eine bayerische Kleinstadt bei Nürnberg. Dort habe ich Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Politik & Wirtschaft studiert und den Grundstein gelegt für das, was mich bis heute antreibt: komplexe Themen greifbar machen, Haltung zeigen und die Geschichten hinter den Schlagzeilen erzählen. Meine Stationen: ein Audio-Praktikum bei der dpa, in dem ich unter anderem über das Erdbeben in der Türkei und Syrien im Februar 2023 berichtet habe. Intensive Recherchen zur Bundeswehr und zum Ukraine-Krieg im Politikressort der BILD. Dort habe ich meine Leidenschaft für Kriegs- und Krisenjournalismus entdeckt und meine Bachelorarbeit über russische Propaganda im Ukraine-Krieg geschrieben. Ein Thema, das meine Faszination für geopolitische Machtspiele und strategische Kommunikation noch verstärkte. Gleichzeitig schlägt mein Herz für internationale Politik – besonders für die transatlantischen Beziehungen. Mehrere Jahre lang habe ich versucht, die deutsch-amerikanische Freundschaft zu stärken: als Volunteer auf der US-Army-Basis Katterbach, zwischen Helikoptern und Panzern. Auf Reisen durch den Mittleren Westen habe ich die Region, ihre Widersprüche und ja, auch ein paar Cowboy-Klischees lieben gelernt. Mein Ziel: irgendwann international zu arbeiten, Geschichten direkt vor Ort zu erzählen und vielleicht einmal im Regierungsflieger zu sitzen. Journalisten haben eine zentrale Aufgabe: Menschen in Machtpositionen zur Verantwortung zu ziehen. Ich finde, Julians Aussage brachte es auf den Punkt: „If journalism is good, it is controversial by its nature.“

Fotocredit: Julius Nieweler

Clara Veihelmann

Ich bin Clara Veihelmann, 26 Jahre alt, und arbeite bei POLITICO, wo ich mich auf US-Politik und transatlantische Beziehungen konzentriere. Ich begeistere mich dafür, über politische Entwicklungen zu berichten und komplexe Themen verständlich und ansprechend zu vermitteln.
Meine Faszination für die Vereinigten Staaten und deren politischen und gesellschaftlichen Gegensätze wurde durch ein Auslandssemester in Philadelphia, Praktika im ZDF-Studio New York sowie beim Deutschen Generalkonsulat in New York sowie einen Forschungsaufenthalt an der UC Berkeley geprägt. Zudem habe ich redaktionelle Erfahrung bei Markus Lanz und beim SPIEGEL gesammelt.
Lebhafte Debatten und horizonterweiternder Austausch treiben meine Arbeit an. Ich möchte die Welt aus den Perspektiven anderer Menschen verstehen, fesselnde Geschichten erzählen und den Status quo hinterfragen. Meine Ausbildung an der Axel Springer Academy hat mir eine solide Grundlage im zukunftsorientierten, praxisnahen Journalismus vermittelt, die ich nun in meine Arbeit bei POLITICO einbringe.

Fotocredit: Privat

Julius Nieweler

Julius Nieweler (27) ist studierter Fotojournalist. Während seines Studiums des Fotojournalismus und der Dokumentarfotografie beschäftigte er sich unter anderem mit Russlands Einflussnahme in der Republik Moldau. Er arbeitete als freier Sport- und Pressefotograf und absolvierte ein Praxissemester als Fotograf und Fotoredakteur in der Pressestelle des Deutschen Fußball-Bundes. Weitere redaktionelle Erfahrung sammelte er als Hospitant im Ressort Innenpolitik beim Nachrichtenmagazin FOCUS. Aktuell absolviert er die Axel Springer Academy und arbeitet in diesem Kontext im Politressort der BILD.

Fotocredit: Yuliia Perekopaiko

Clemens Justus

Mein Name ist Clemens Justus. Ich bin 27 und seit mittlerweile fünf Jahren in Berlin. Ursprünglich komme ich aus Köln, bin aber während meines ersten Studiums für ein Praktikum in die Hauptstadt gekommen – und danach einfach geblieben. Inzwischen habe ich zwei Abschlüsse: einen in Kommunikationswissenschaft und einen in Agrarwissenschaft. Außerdem habe ich eine Skilehrerausbildung und einen Angelschein. Eine ziemlich bunte Mischung – und eigentlich kein Hinweis auf mein bisheriges Berufsleben. Weil mich Politik mehr fasziniert als „Bauer sucht Frau“ und leider niemand in meiner Familie einen Bauernhof besitzt, habe ich vor vier Jahren angefangen, als Werkstudent in der Politikredaktion von WELT TV zu arbeiten. Als Drehreporter war ich in den letzten Jahren ganz nah dran am politischen Geschehen – im Regierungsviertel, auf Parteitagen, bei Koalitionsverhandlungen. Jeder Tag war anders. Nie war es langweilig. Stand jetzt: der beste Job in meinem Leben – sogar besser als meine Zeit als Skilehrer. In der Freizeit stehe ich gerne am Herd, sitze auf dem Rennrad oder kümmere mich um die Gemüsepflanzen auf meinem Balkon. An der Axel Springer Academy habe ich das Handwerk des Journalismus gelernt und freue mich, dieses Wissen jetzt bei WELT anzuwenden.

Fotocredit: Julius Nieweler

Tobias Wellnitz

Ich bin Tobias Wellnitz (21), ausgebildeter Assistent für Medienwirtschaft und begeistert vom Zusammenspiel aus Journalismus und Sport. Schon als Kind habe ich es geliebt, Fußball nicht nur zu spielen, sondern auch mit einem imaginären Mikrofon in der Hand zu kommentieren – sei es am Bolzplatz mit Freunden oder vor dem Fernseher. Diese kindliche Begeisterung hat sich mit der Zeit zu einem klaren Berufswunsch entwickelt: Ich möchte Menschen für Sport begeistern – durch Sprache, durch Moderation, durch professionellen Journalismus. Nach meiner Ausbildung habe ich eineinhalb Jahre bei WELT TV als Produktionsassistent gearbeitet. Dort lernte ich Menschen kennen, die da sind, wo ich immer hinwollte. Nur habe ich nicht redaktionell gearbeitet und begann parallel eine journalistische Weiterbildung. Um Berufserfahrung zu sammeln, absolvierte ich nach meiner Zeit in der Produktion Praktika. Ich habe darauf geachtet, unterschiedliche Bereiche kennenzulernen, deshalb erst beim Radio (ENERGY), dann in einer Sportredaktion bei watson und zuletzt in der Wirtschaftsredaktion von Business Insider und dort zum ersten Mal ein Video für den YouTube-Kanal „Scoops“ moderieren durfte. Beiläufig zu den Praktika startete ich die Weiterbildung zum „Wirtschaftsfachwirt“, in erster Linie, um meinen Bildungsstand zu erhöhen und um meine beruflichen Möglichkeiten zu erweitern. Um meinem langfristigen Ziel, Sportinhalte zu moderieren, näherzukommen, beginne ich bei der Axel Springer Academy meine Ausbildung: Ihre Praxisnähe und die Möglichkeit, Journalismus auf hohem Niveau mitzugestalten, reizt mich. Besonders freue ich mich auf meine Zeit im Sport-Kompetenzzentrum – dort, wo meine Leidenschaft auf professionellen Journalismus trifft.

Fotocredit: Privat

Sergen Kaya

Ich bin Sergen Kaya, 21 Jahre alt, in Frankfurt am Main aufgewachsen. Aktuell arbeite ich im National Investigativ Ressort für WELT, POLITICO und Business Insider. Mein Takt ist das Blaulicht: Tötungsdelikte, Razzien im Morgengrauen, Einsätze, bei denen Sekunden zählen. Mein journalistischer Schwerpunkt liegt heute auf Geheimdiensten, organisierter Kriminalität, Terrorismus und Rechtsmedizin – an der Schnittstelle von Sicherheit, Staat und Verbrechen. Mit 17 Jahren bin ich als freier Polizeireporter eingestiegen, oft Seite an Seite mit Ermittlern, Tatortgruppen und SEK-Teams. Mein Revier war Südwestdeutschland. In drei Jahren war ich an über 200 Tatorten, nicht selten schneller vor Ort als die Spurensicherung. Dazwischen absolvierte ich ein Praktikum in der Rechtsmedizin und der forensischen Psychiatrie – Einblicke, die bleiben und den Blick auf Täter, Opfer und Ermittlungsarbeit nachhaltig prägen. Zuletzt war ich Praktikant bei BILD, mitten im Newsroom-Alltag: recherchieren, schreiben, posten, pushen – dort, wo Nachrichten entstehen und Tempo zählt. Parallel bin ich Teil der Axel Springer Academy, die mich besonders durch ihre Vielfalt, ihr journalistisches Handwerk und ihren Anspruch reizt. Ich glaube: Guter Journalismus beginnt dort, wo man nicht wegschaut, sondern hinschreibt. Mein Rückzugsort ist die Natur – vor allem die Schweiz: Luzern mit seinen Bergen, Schaffhausen am Rheinfall, St. Gallen am Bodensee. Beim Wandern, Klettern und Lesen finde ich Klarheit. Mein Lieblingszitat: „Nur das Unmögliche ist die Mühe wert.“

Fotocredit: Julius Nieweler