Dr. Dr. h. c. Wolf Lepenies
Soziologe, Wissenschaftspolitiker und wissenschaftlicher Schriftsteller

Wolf Lepenies, geboren 1941, Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin von 1986-2001, seit 2001 Ständiges Wissenschaftliches Mitglied (Permanent Fellow em.), Prof. em. für Soziologie an der Freien Universität Berlin. Regelmäßige Forschungsaufenthalte an der Maison des Sciences de lʼHomme (Paris) und am Institute for Advanced Study in Princeton.
Zu seinen Kernthemen gehört die Geschichte der Soziologie. Weitere Forschungsschwerpunkte betreffen die deutsche Geschichte der Neuzeit bis heute. Als eine der zentralen Herausforderungen der Forschung gilt für Wolf Lepenies die Auseinandersetzung mit dem Islam.
Für seine Förderungen friedlicher Beziehungen mit dem Nahen Osten wurde er 2006 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Weitere Verdienste erwarb Wolf Lepenies als Wissenschaftsmanager und ‐politiker. So setzte er sich seit den 1990er Jahren für die Stärkung der Wissenschaft im östlichen Europa ein, indem er Netzwerke knüpfte und wissenschaftliche Einrichtungen gründete.
Er forscht und lehrt in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika. Schon früh stellte er seine Studien in einen internationalen Zusammenhang. Dabei entstand 1985 sein Hauptwerk, die Studie „Die drei Kulturen“, die typische sozialmoralische Unterschiede zwischen Deutschland, Frankreich und England herausarbeitet.
Lepenies ist Ehrendoktor der Pariser Sorbonne und der Universität Bukarest, Offizier der Französischen Ehrenlegion, Träger des Offizierskreuzes des Verdienstordens der Republik Ungarn und Kommandeur des Königlichen Nordsternordens (Schweden).